Notenschlüssel Bayern

Bayern hat keinen eigenen, landesweit verbindlichen Notenschlüssel — die Bestehensgrenze legt die Lehrkraft im Rahmen der jeweiligen Schulordnung fest. Die drei gebräuchlichsten Varianten 50/45/40 % sind unten direkt rechenbar; pro Schulform finden Sie weiter unten Bayern-spezifische Hinweise.

Notenpunkte
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NotenpunkteMindestpunktzahl

Notenschlüssel in Bayern: was ist geregelt, was nicht?

Der Notenschlüssel — also die Vorschrift, wie erreichte Punkte einer Klausur in eine Schulnote umgerechnet werden — ist in Bayern kein landesweit einheitlicher Wert. Geregelt sind die Notendefinitionen (Art. 52 BayEUG: 1 = sehr gut, 2 = gut, …, 6 = ungenügend) und die Bestehensgrenzen für Abschlussprüfungen, nicht aber der Schlüssel für reguläre Klausuren.

Im Klassenraum entscheidet die Fachlehrkraft, an welchem Prozentwert die Note 4 beginnt — oft 50 %, in einigen Schulformen 45 oder 40 %. Auch der lineare Verlauf zwischen Note 1 und Note 4 (mit oder ohne Knick) wird schulintern festgelegt. Der Rechner oben zeigt die drei gängigen Varianten — wählen Sie unten Ihre Schulform aus für detailliertere Hinweise.

Bayern nach Schulform

Wechseln Sie zu Ihrer Schulform — jede Unterseite enthält die einschlägige Schulordnung, gebräuchliche Bestehensgrenzen und Hinweise zur Notenpunkte-Umrechnung in der Oberstufe.

Was unterscheidet die bayerische Notengebung?

Bayern verwendet wie alle Bundesländer die KMK-konforme Notenskala 1–6 sowie in der Qualifikationsphase der Oberstufe (Q11/Q12) das Notenpunktesystem 15–0. Pädagogische Besonderheiten:

Mündliche und schriftliche Leistungen werden in den meisten Fächern getrennt erhoben und mit fachschaftlich beschlossener Gewichtung in die Halbjahresnote eingebracht. Die genauen Anteile stehen im schulinternen Curriculum.

Schulaufgaben vs. Stegreifaufgaben: Bayerische Gymnasien und Realschulen unterscheiden große Leistungserhebungen (Schulaufgaben — ein bis vier pro Halbjahr) von kurzen unangekündigten (Stegreifaufgaben). Schulaufgaben gehen typischerweise höher gewichtet in die Note ein, der Schlüssel wird aber für beide gleich angewendet.

Probezeit und Vorrücken: Versetzungsregeln folgen der jeweiligen Schulordnung (GSO, RSO, MSO, BSO). Sie betreffen den Notendurchschnitt am Jahresende — nicht den Schlüssel selbst.

Häufige Fragen

Gibt es einen offiziellen bayerischen Notenschlüssel für Klausuren?
Nein. Der Schlüssel wird schulintern bzw. fachschaftlich festgelegt. Geregelt sind nur die Notendefinitionen (Art. 52 BayEUG) und die Bestehensgrenzen bei Abschlussprüfungen.
Welcher Schlüssel wird in Bayern am häufigsten verwendet?
Am Gymnasium (Sek I und Oberstufe) sehr häufig der 50-%-Schlüssel — die Note 4 beginnt bei 50 % der Maximalpunktzahl. An Real- und Berufsschulen kommt auch der 45-%-Schlüssel vor. An Grundschulen ist die Bandbreite größer (40–50 %).
Was bedeutet „Knick im Notenschlüssel"?
Ein Knick verschiebt die Punktstaffelung an der Bestehensgrenze (Note 4) — die Steigung der Geraden ändert sich. Dadurch fällt eine knapp bestandene Klausur weniger steil ab und die Verteilung im 4er-Bereich wird differenzierter. Details im Lexikoneintrag Knick.
Welcher Schlüssel gilt für das bayerische Abitur?
Für die schriftliche Abiturprüfung gibt es bundesweit abgestimmte Korrekturanweisungen; in Bayern werden Punkte aus den Aufgaben gemäß ISB-Korrekturhilfen in Notenpunkte (0–15) umgerechnet. Für die Gesamtqualifikation siehe Lexikon: Notenpunkte.

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