Notendurchschnitt berechnen

Der Notendurchschnitt ist das arithmetische Mittel aus mehreren Einzelnoten — meist gewichtet nach Anzahl Klausuren oder Halbjahresnoten. Tragen Sie Ihre Noten ein und der Rechner berechnet den Schnitt sofort: in Notenpunkten (15–0), Schulnoten (1–6) oder als Dezimalnote für Bewerbungen.

Durchschnitt
Werte eingeben

Wie wird der Notendurchschnitt berechnet?

Der einfache Notendurchschnitt ist das arithmetische Mittel: Summe aller Notenwerte geteilt durch die Anzahl der Noten. Bei Notenpunkten liegt der Durchschnitt zwischen 0 und 15. Bei Schulnoten zwischen 1 und 6. Der Rechner oben übernimmt die Arithmetik — interessant wird die Frage, was Sie einrechnen, mit welcher Gewichtung, und wie Sie das Ergebnis lesen.

Beispiel ungewichtet: Vier Klausuren mit den Notenpunkten 13, 11, 12, 10 ergeben einen Durchschnitt von (13 + 11 + 12 + 10) ÷ 4 = 11,5 Notenpunkten. Das entspricht ungefähr der traditionellen Note 2 (1,8 als Dezimalnote, siehe Notenpunkte-Tabelle).

Notenpunkte oder Schulnoten — was eingeben?

In der gymnasialen Oberstufe wird mit Notenpunkten (15–0) gerechnet — die Skala hat 16 Stufen, je drei Notenpunkte ergeben eine Schulnote. Hintergrund dazu im Lexikoneintrag Notenpunkte. In der Sekundarstufe I (Klassen 5–10), an Realschulen, Hauptschulen, Berufsschulen und teilweise an Gesamtschulen sind klassische Schulnoten (1–6) üblich, oft mit Tendenzen („2 plus", „3 minus") in Dezimalform. Der Rechner unterstützt beide Modi — einfach oben umschalten.

Halbe Noten und Tendenzen

Im Schulnoten-Modus sind Werte mit Komma erlaubt — etwa 2,3 für die Tendenz „2 minus" oder 1,7 für „2 plus". Im Notenpunkte-Modus werden ganzzahlige Werte (0 bis 15) erwartet, weil Notenpunkte selbst keine Dezimalstellen haben. Wer einzelne Tendenzen wie „11 plus" eintragen möchte, kann das durch eine Halbschrittweite (10,5 oder 11,5) abbilden — pädagogisch sauberer ist allerdings, in der App pro Klausur einen sauberen Notenpunkt zu vergeben.

Gewichteter Notendurchschnitt — wann ist er sinnvoll?

Der oben implementierte Rechner ermittelt den ungewichteten Durchschnitt — jede Note zählt gleich viel. In der Praxis kommt das selten so vor. Drei häufige Fälle, in denen Sie gewichten müssen:

1. Klausuren vs. mündliche Mitarbeit

An den meisten Schulen zählt die mündliche Mitarbeit (sonstige Leistungen, SoMi) zu einem festen Anteil neben den Klausuren. Die Gewichtung ist länderabhängig und schulinterner Beschluss — gängige Verhältnisse sind 50:50 (zwei gleichwertige Säulen), 60:40 zugunsten mündlich, oder 40:60 zugunsten schriftlich. In der gymnasialen Oberstufe schreibt z. B. Hamburg in den Bildungsplänen ein 50:50-Verhältnis als Regelfall vor; an einzelnen Bundesländern und Schulformen weicht das ab. Klären Sie das mit Ihrer Fachkonferenz, nicht mit diesem Artikel.

Rechen-Beispiel 50:50, Schulnoten-Modus: Schriftliche Note 2,3, mündliche Note 1,7 → (2,3 + 1,7) ÷ 2 = 2,0 als Halbjahresnote. Bei 60:40 zugunsten mündlich: (2,3 × 0,4) + (1,7 × 0,6) = 0,92 + 1,02 = 1,94 → gerundet 2.

2. Klausuren unterschiedlicher Wertigkeit

Manchmal zählen einzelne Klausuren mehr — etwa eine zentrale Klausur am Halbjahresende stärker als eine reguläre. Auch hier gilt: das schulinterne Konzept entscheidet. Praktisch rechnet sich das so: Werte mit der jeweiligen Gewichtung multiplizieren, aufsummieren, durch die Summe der Gewichte teilen. Beispiel mit drei Klausuren (Notenpunkte 12, 10, 14) und Gewichten (1, 1, 2): (12 × 1) + (10 × 1) + (14 × 2) = 50, geteilt durch (1 + 1 + 2) = 4 ergibt 12,5 Notenpunkte.

3. Halbjahresnoten zur Jahresnote zusammenführen

Die Jahresnote setzt sich an vielen Schulen aus dem ersten und zweiten Halbjahr zusammen — wieder mit lokal vereinbarter Gewichtung. Häufig zählt das zweite Halbjahr stärker (z. B. 40:60), weil dort die Lernfortschritte aus dem ersten Halbjahr eingeflossen sein sollen. Andere Schulen rechnen 50:50. Für den Übergang in die Qualifikationsphase (Q1, Q2) sind beide Halbjahresnoten getrennt relevant — die Jahresnote ist hier kein zusammenfassender Rundungswert, sondern die beiden Halbjahre erscheinen separat als zwei eingebrachte Halbjahresnoten.

Dezimalnote für Bewerbungen

Bewerbungen — etwa um Ausbildungs- oder Studienplätze — verlangen meist die Dezimalnote, also einen Durchschnitt im Format „2,3" statt einer Notenpunktzahl. Wenn Sie aus der Oberstufe kommen, rechnen Sie den Notenpunkte-Durchschnitt mit der Formel (17 − Notenpunkte) ÷ 3 in eine Dezimalnote um. Beispiel: 11,5 Notenpunkte → (17 − 11,5) ÷ 3 = 1,83. Der Rechner oben zeigt diese Umrechnung automatisch unter dem Hauptergebnis an.

Bei reinen Schulnoten-Halbjahren (Sek I, Realschule, Berufsschule) ist der ungewichtete Durchschnitt aus den Fachnoten bereits die Dezimalnote. Achtung beim Zeugnis-Durchschnitt: Hier zählen typischerweise alle versetzungsrelevanten Fächer, nicht nur die Klausurfächer.

Was zählt als guter Durchschnitt?

Im 15-Punkte-System der Oberstufe gilt grob:

13–15 Notenpunkte — sehr gut (1+, 1, 1−)
10–12 Notenpunkte — gut (2+, 2, 2−)
7–9 Notenpunkte — befriedigend (3+, 3, 3−)
5–6 Notenpunkte — ausreichend (4+, 4)
0–4 Notenpunkte — mangelhaft bis ungenügend (gilt als nicht bestanden / Unterkurs)

In Schulnoten: 1,0–1,5 sehr gut, 1,6–2,5 gut, 2,6–3,5 befriedigend, 3,6–4,0 ausreichend, schlechter als 4,0 nicht bestanden. Was als „gut" wahrgenommen wird, hängt stark vom Kontext ab — ein Notendurchschnitt von 2,3 in Mathematik-Leistungskurs ist ein anderes Signal als 2,3 in Sport-Grundkurs. Den Bezug zur Bestehensgrenze einer einzelnen Klausur erklärt der Lexikoneintrag Bestehensgrenze.

Abitur-Gesamtqualifikation: deutlich mehr als ein Mittelwert

Die Gesamtnote des Abiturs ist kein einfacher Durchschnitt aus allen Halbjahresnoten. Sie setzt sich aus Block I (eingebrachte Kurse aus Q1–Q4 mit Gewichtung nach Leistungs- und Grundkursen) und Block II (Abiturprüfungen, vierfach gewichtet) zusammen — die Punktsumme aus beiden Blöcken wird per Bundesland-spezifischer Tabelle in die Abiturnote (1,0 bis 4,0) übersetzt. Dieser einfache Notendurchschnitt-Rechner ist dafür nicht das richtige Werkzeug — er bildet Halbjahresnoten und Klausurschnitte ab, nicht Block-II-Verrechnungen. Hintergrund zu unterpunkteten Halbjahren im Lexikoneintrag Unterkurs.

Häufige Fragen

Wie viele Noten brauche ich für einen aussagekräftigen Durchschnitt?

Mathematisch funktioniert der Durchschnitt ab zwei Noten. Pädagogisch ist ein Durchschnitt aus zwei Klausuren wenig belastbar — eine schwache oder eine sehr gute Klausur verzerrt das Bild stark. Ab vier Noten wird der Schnitt stabiler. Bei nur einer Note ist der „Durchschnitt" identisch mit der Note selbst.

Werden mündliche Noten anders als schriftliche bewertet?

Numerisch nicht — eine 2 ist eine 2. Aber sie werden in der Regel anders gewichtet, siehe oben. Das Verhältnis steht im schulinternen Curriculum oder in den Fachkonferenz-Beschlüssen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihre Klassenleitung oder die Fachschaft — wir nennen hier bewusst keine bundesweit „richtigen" Zahlen, weil es die schlicht nicht gibt.

Was passiert mit 0 Notenpunkten („ungenügend") im Durchschnitt?

Eine 0 zieht den Durchschnitt mathematisch stark nach unten. In der Oberstufe gilt ein Halbjahr mit 0 Notenpunkten in einem schriftlichen Prüfungsfach als nicht erbracht — was über die reine Durchschnittsberechnung hinaus Versetzungs- und Zulassungsfolgen haben kann. Details und Bundesland-Unterschiede stehen in den jeweiligen Oberstufen- und Abiturverordnungen.

Lässt sich der Durchschnitt nachträglich „verbessern"?

Nur über zusätzliche Noten — entweder durch eine weitere Klausur (sofern noch möglich), oder durch verstärkte mündliche Mitarbeit, die in den Gesamtschnitt einfließt. Eine schlechte Note „streichen" geht in der Regel nicht. Wer früh im Halbjahr eine schwache Note bekommt, kann sie mit guten Folgenoten relativieren, aber nicht löschen.

In der App: gewichteter Schnitt automatisch

Wenn Sie den Notendurchschnitt nicht für eine einzelne Bewerbung, sondern für eine komplette Klasse über mehrere Klausuren hinweg führen wollen, ist die Web-Version hier irgendwann zu fummelig. In der Der Notenrechner-App legen Sie pro Klasse die Gewichtung einmal fest (schriftlich/mündlich-Anteil, Klausur-Gewichte), tragen pro Klausur die Punkte ein und sehen Halbjahres- und Jahresnoten automatisch — inkl. Klassenspiegel und Tendenzen. Datenhaltung lokal, ohne Cloud, ohne Account.

Klausuren bewerten, Klassen führen, Zeugnisse berechnen.

Der Notenrechner für iPhone, iPad und Android — kostenlos im App Store. Lokal, ohne Account, ohne Werbung.