Was ist ein Notenschlüssel?
Ein Notenschlüssel legt fest, ab wie vielen Prozent der erreichbaren Punkte welche Note vergeben wird. Er ist die Brücke zwischen den objektiven Klausur-Punkten und der subjektiv vergebenen Note. Lehrkräfte stellen ihn vor jeder Klausur fest und müssen ihn den Schülerinnen und Schülern in der Regel mit der Klausur transparent machen.
Standardprozente in der Oberstufe
Drei Standard-Notenschlüssel sind weit verbreitet: der 50 %-Schlüssel (Note 4 ab 50 %), der 45 %-Schlüssel (Note 4 ab 45 %, etwas leichter) und der 40 %-Schlüssel (Note 4 ab 40 %, deutlich entlastend). Welcher genutzt wird, entscheidet die Lehrkraft basierend auf Schwierigkeit und Bedeutung der Arbeit.
Linear oder mit Knick?
Ein linearer Notenschlüssel verteilt die Punkte gleichmäßig über alle Noten. Ein Notenschlüssel mit Knick setzt zusätzlich eine Bestehensgrenze (Sockel), oberhalb derer die Notenstufen feiner abgestuft sind. Damit kann die Lehrkraft sicherstellen, dass eine bestandene 4 nicht zu eng an die 5 grenzt — gerade bei schwierigen Klausuren.
Wie wird ein Notenschlüssel berechnet?
Praktisch: Die Lehrkraft wählt einen Schlüssel (z. B. 50 %), bestimmt die Maximalpunktzahl der Klausur und berechnet daraus für jede Notenstufe (15 NP bis 0 NP) die Mindestpunktzahl. Wer 80 Punkte von 100 erreicht hat, liegt bei 12 Notenpunkten (2+) — gemäß dem 50 %-Schlüssel. Mit dem Notenschlüssel-Rechner geht das in Sekunden.