Notengebung an der bayerischen Berufsschule
Die Berufsschulordnung Bayern (BSO) regelt Leistungserhebung und Bewertung im berufsschulischen Teil der dualen Ausbildung. Schriftliche Leistungen werden in Ziffernnoten 1–6 erfasst; der konkrete Schlüssel ist schulintern.
Die IHK-Abschlussprüfung dagegen — Zwischen- und Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung — folgt der bundeseinheitlichen DIHK-Notentabelle: 100→1, 91→2, 80→3, 66→4, 49→5, 29→6 als grobe Stützstellen. Bestehensgrenze: 50 % (Note 4,4). Details unter IHK-Notenschlüssel-Rechner und der bayerischen Regionalseite IHK Bayern.
Schulische Klausur in Note umrechnen
Eine typische Berufsschulklausur wird mit 100 maximalen Punkten und einem 50-%-Schlüssel bewertet — Note 4 ab 50 Punkten, lineare Verteilung bis Note 1 ab 92 Punkten. Der Rechner oben erlaubt eigene Maximalpunktzahlen.
Für die IHK-Prüfung nutzen Sie statt dieses Rechners den IHK-Notenschlüssel-Rechner mit der exakten DIHK-Tabelle (51 Notenstufen, Dezimalnote 1,0–6,0).
Zwei Welten: Schule und Betrieb
Wer eine duale Ausbildung in Bayern macht, hat es mit zwei Bewertungssystemen parallel zu tun:
Schule (Berufsschule): Wöchentlich ein bis zwei Tage Unterricht, regelmäßige Klausuren mit Ziffernnoten 1–6 nach schulinternem Schlüssel. Die Berufsschulnote wird im Abschlusszeugnis ausgewiesen, fließt aber nicht in die IHK-Gesamtnote ein.
IHK-Prüfung: Zwischenprüfung (etwa zur Halbzeit) und Abschlussprüfung (Sommer/Winter des letzten Ausbildungsjahres). Bewertet wird mit der bundesweiten DIHK-Tabelle. Erst diese Noten erscheinen im IHK-Prüfungszeugnis und dem Gesellenbrief / Facharbeiterbrief.
Die Schul- und die IHK-Note werden also nicht miteinander verrechnet. Im Bewerbungsgespräch zählen beide.