Lexikon

Punkte-Noten-Umrechnung

Erreichte Klausurpunkte werden erst in Prozent, dann über einen Notenschlüssel in eine Schulnote oder einen Notenpunkt überführt. 50/45/40 %-Schlüssel als Standard, oft mit Knick.

Die Punkte-Noten-Umrechnung beschreibt den Schritt von erreichten Klausurpunkten zur fertigen Schulnote oder zu Notenpunkten. Sie funktioniert in zwei Stufen: erst die Prozentzahl berechnen (erreichte Punkte geteilt durch Maximalpunktzahl, mal 100), dann diese Prozentzahl über einen Notenschlüssel in eine Note ablesen. Welche Prozentgrenzen gelten, hängt vom gewählten Schlüssel ab — typisch sind 50 %, 45 % oder 40 % als Bestehensgrenze für die Note 4. Wer das Ganze nicht von Hand machen möchte, nutzt den Notenschlüssel-Rechner.

Schritt 1 — Prozent berechnen

Aus den Rohpunkten wird zuerst der Prozentwert. Wenn eine Klausur 60 von 80 möglichen Punkten erreicht, sind das 60 ÷ 80 × 100 = 75 %. Diese Prozentzahl ist Bundesland-unabhängig — sie ist reine Mathematik.

Schritt 2 — Prozent in Note umrechnen

Hier kommt der Notenschlüssel ins Spiel. Ein Schlüssel weist jeder Prozent-Bandbreite eine Hauptnote zu. Standard-Variante an deutschen Schulen ist der lineare 50 %-Schlüssel — die Bestehensgrenze liegt bei 50 % der Maximalpunktzahl:

Hauptnote (mindestens)Beim 50 %-Schlüssel (linear)
1 (sehr gut)ab 90 %
2 (gut)ab 75 %
3 (befriedigend)ab 60 %
4 (ausreichend)ab 50 % (Bestehensgrenze)
5 (mangelhaft)ab 20 %
6 (ungenügend)unter 20 %

Die 75 % aus dem Beispiel oben ergeben mit diesem Schlüssel eine 2 (gut) — knapp an der oberen Bandbreite.

Beim 45 %- oder 40 %-Schlüssel rückt die Bestehensgrenze auf 45 % beziehungsweise 40 %, und die übrigen Prozentgrenzen verschieben sich proportional nach unten. Welche Variante eine Lehrkraft wählt, hängt vom Schwierigkeitsgrad der Klausur, der Schulform und gegebenenfalls einer Absprache im Fachbereich ab. Exakte Grenzen für jede Stufe rechnet der Notenschlüssel-Rechner automatisch aus.

Schritt 3 — bei Bedarf in Notenpunkte umrechnen

In der gymnasialen Oberstufe wird die Schulnote zusätzlich in Notenpunkte 0 bis 15 überführt. Jede Schulnote teilt sich in drei Tendenzstufen — Plus, glatt und Minus — und jeder Tendenz entspricht ein Notenpunkt. Die Bestehensgrenze liegt bei 5 Punkten (= 4 glatt). Vollständige Tabelle: Notenpunkte-Tabelle. Ausführliche Erklärung: Tendenznoten.

Punkte-Noten-Umrechnung mit Knick

Ein linearer Schlüssel verteilt die Prozente gleichmäßig. Ein Schlüssel mit Knick hat eine zusätzliche Stützstelle an der Bestehensgrenze — typischerweise so, dass die unteren Noten 5+, 5, 5− und 6 mehr Prozentpunkte beanspruchen und die oberen Noten 1+ bis 4 dichter abgestuft sind. Das macht schwierige Klausuren fairer, weil knappes Nichtbestehen weniger streng bestraft wird. Mehr dazu im Eintrag Knick im Notenschlüssel.

Rechenbeispiel mit Knick

Eine Klausur mit 30 Punkten Maximum, Bestehensgrenze bei 50 % (= 15 Punkte für Note 4). Ohne Knick verteilt sich die Skala linear: Eine Schülerin mit 14 Punkten (47 %) bekommt eine 5+. Mit Knick an der Bestehensgrenze wird der untere Notenbereich gestreckt — dieselben 14 Punkte werden zur 4− und damit eine ganze Tendenzstufe besser. Im Gegenzug rücken die unteren Mangelhaft-Stufen weiter nach unten.

Ein Knick verändert also nicht die obere Hälfte der Notenskala, sondern macht den Übergang vom Bestehen zum Nichtbestehen weicher. Wann das sinnvoll ist und wie der Knick technisch funktioniert, beschreibt der Lexikon-Eintrag Knick im Notenschlüssel ausführlich mit weiteren Beispielen.

Manuell rechnen oder Rechner nutzen?

Wer regelmäßig Klausuren korrigiert, kennt die Schlüssel im Kopf und braucht keinen Rechner. Wer einen Schlüssel mit ungewöhnlicher Maximalpunktzahl, Knick oder halben Punkten erstellt, profitiert deutlich von einem Werkzeug. Der Notenschlüssel-Rechner erstellt komplette Schlüssel in einer Sekunde — lokal, ohne Anmeldung, ohne Cloud.

Klausuren bewerten, Klassen führen, Zeugnisse berechnen.

Der Notenrechner — kostenlos im App Store. Lokal, ohne Account, ohne Werbung.

Laden imApp Store